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Warum ich bei der Basis bin

Ich bin 54 Jahre, Mutter von zwei Kindern und quasi selbstständig, Bürgerin und Fan unseres Grundgesetzes.

Von jungen Jahren an, war ich immer ein sehr politischer Mensch und war oft froh und dankbar, dass ich in diesem Land leben durfte. Ich bin tatsächlich eine bekennende Patriotin.

Ich bin seit ca. 1985 Mitglied bei amnesty international (ai), weil ich der Überzeugung war – und bin – dass die Menschenrechte universell Geltung haben müssen. (Inzwischen bin ich leider auch was ai angeht sehr ins Grübeln gekommen.) Das war die Zeit in der man noch Briefe an ausländische Regierungen schrieb, um auf das Schicksal inhaftierter Journalisten, oder verschwundener Menschrechtsaktivisten hinzuweisen.

Im Studium habe ich mich u.a. auch mit Staatsrecht beschäftigt und war der festen Meinung, wir hätten ein wirklich sehr gutes und robustes Grundgesetz, das uns als Individuen, gegenüber staatlichen Übergriffen schützt und auch die Gemeinschaft vor extremen Strömungen, die versuchen unser Land zu destabilisieren oder auf den Kopf zu stellen.

Genau dies ist jetzt passiert und zwar in einer derart unfassbaren Geschwindigkeit, dass es mir für einen ganze Zeit regelrecht die Sprache verschlagen hat.

Damit ist jetzt Schluss! Auf der Suche nach Gleichgesinnten, die für unseren Rechtsstaat eintreten, für unsere Verfassung, für Demokratie die den Namen verdient hat und für die Freiheit als Basis aller anderen Grundrechte, bin ich auf dieBasis gestoßen. Hier will ich mitwirken und den derzeitigen totalitären Maßnahmen entgegentreten. Ich empfinde es als meine Bürgerpflicht meine Stimme zu erheben und nicht mehr hinzunehmen, dass in diesem Land die Grundrechte schlicht und ergreifend ignoriert werden. Unter dem Vorwand des Gesundheitsschutzes werden derart massive Kollateralschäden – wirtschaftlich aber eben auch gesundheitlich – produziert, sodass die Verhältnismäßigkeit offensichtlich schon lange nicht mehr gewahrt ist.

Wenn wir in Zukunft auf die 2020er Jahre zurückblicken werden, will ich mir nicht vorwerfen lassen, dass ich sehenden Auges die Demontage unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung zugelassen habe. Meine Vision ist, dass wir immer noch frei sein werden, frei in einer Gesellschaft, in der der Gedanke des Gemeinwohls in der Mitte der Gesellschaft verankert ist und immer die Prämisse jeden staatlichen Handelns darstellt. Ich möchte in einer Gesellschaft leben, wo sich freie Menschen in Selbstverantwortung selbst ermächtigen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen und gerne Ihren Beitrag leisten, indem sie sich einbringen. Ich möchte in einer Gesellschaft leben wo das, was wir als Gemeinwohl zusammen erarbeiten und anerkennen, immer wieder in einem breiten gesellschaftlichen Diskurs vorbehaltlos verhandelt wird, immer wieder auf den Prüfstand gestellt und neu definiert wird.

Daran will ich arbeiten!

Ute Weisang